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CINO – Chief Innovation Officer

CINO – Chief Innovation Officer: Verantwortlich für Innovationsmanagement und neue Geschäftsfelder im Familienunternehmen. Aufgaben und Anforderungen dieser Position im Überblick.

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Chief Innovation Officer im Familienunternehmen: Neues entwickeln, ohne das Bestehende zu gefährden

Innovation entsteht in etablierten Familienunternehmen selten zufällig; sie braucht geschützte Räume, eigene Budgets und jemanden, der sie gegen das Tagesgeschäft verteidigt. Der Chief Innovation Officer baut genau diese Struktur auf und sorgt dafür, dass neue Ideen über das Prototypenstadium hinauskommen. Ohne diese Schutzfunktion versanden vielversprechende Ansätze häufig im operativen Alltag. Zusätzlich verlangt die Rolle Geduld, weil Innovationsergebnisse selten sofort sichtbar werden und sich erst über mehrere Jahre bewähren müssen.

Diese Schutzfunktion für Neues unterscheidet den Chief Innovation Officer von etablierteren C-Level-Positionen: Er verantwortet nicht das Bestehende, sondern das, was davon noch nicht existiert und sich erst bewähren muss.

CINO auf einen Blick
  • Position: Chief Innovation Officer (CINO)
  • Deutsche Bezeichnung: Innovationsvorstand
  • Berichtet an: CEO bzw. Geschäftsführung
  • Verantwortet: Innovationsmanagement, Entwicklung neuer Geschäftsfelder, Innovationsbudget
  • Führt: Innovationsteam, oft in eigenständiger Einheit außerhalb der Kernorganisation
  • Besonders im Familienunternehmen: Aufbau geschützter Innovationsräume gegen den Vorrang des laufenden Kerngeschäfts

Herausforderungen bei der Besetzung eines Chief Innovation Officer

Kandidatinnen und Kandidaten für die Position des Chief Innovation Officer müssen Ideen vorantreiben, die zunächst wenig Umsatz bringen, während das Kerngeschäft messbare Ergebnisse liefert. Diese Rechtfertigungslast trifft die Rolle härter als viele etablierte Führungsfunktionen. Diese Rechtfertigungslast lässt sich am Lebenslauf allein kaum verlässlich ablesen.

Hinzu kommt, dass Innovationsprojekte häufiger scheitern als klassische Investitionen, was Geduld und Rückhalt der Geschäftsführung voraussetzt. Nicht jeder Kandidat findet in dieser Unsicherheit die nötige Standfestigkeit.

Als spezialisierter Headhunter für Chief-Innovation-Officer-Positionen identifiziert Headgate Innovationsexperten, die Kreativität mit unternehmerischer Disziplin verbinden.

Kernaufgaben und Verantwortungsbereiche eines Chief Innovation Officer

Der Chief Innovation Officer verantwortet das Innovationsmanagement, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder sowie die Steuerung des Innovationsbudgets. Dazu gehört auch der Aufbau von Partnerschaften mit Start-ups und Forschungseinrichtungen. Besonders in der IT & Technologie-Branche und in der Medizintechnik-Branche entscheidet Innovationsfähigkeit zunehmend über die Wettbewerbsposition.

Eng abgestimmt wird die Rolle meist mit dem CTO: Während der Chief Innovation Officer neue Ideen vorantreibt, bewertet der CTO deren technische Machbarkeit und Integration. Regelmäßige Innovation-Reviews mit der Geschäftsführung gehören ebenfalls zum festen Rhythmus dieser Position. Zusätzlich verantwortet der Chief Innovation Officer häufig ein Scoring-Verfahren, mit dem Ideen objektiv priorisiert werden.

Häufige Fragen zur Position CINO (Chief Innovation Officer)

Der Chief Innovation Officer verantwortet das Innovationsmanagement eines Unternehmens, von der Ideenbewertung über Prototyping bis zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder. Er steuert dabei ein eigenes Innovationsbudget außerhalb des laufenden Kerngeschäfts. Wo eine eigene Stelle fehlt, springt meist CEO oder CTO gemeinsam ein. Ebenso gewinnt der gezielte Aufbau externer Innovationspartnerschaften zunehmend an Bedeutung.

Im Familienunternehmen muss Innovation stärker gegen den Vorrang des etablierten Kerngeschäfts verteidigt werden als im Konzern, wo dedizierte Innovationslabore oft bereits Standard sind. Zudem sind Innovationsbudgets im Mittelstand meist kleiner und stärker an konkrete Ergebnisse gebunden. Diese Ressourcenknappheit verlangt im Mittelstand eine schärfere Priorisierung einzelner Innovationsprojekte. Zudem sind Budgetentscheidungen im Familienunternehmen persönlicher an die Gesellschafter gebunden als im Konzern.

Typische Anlässe sind stagnierendes Wachstum im Kerngeschäft, der Wunsch nach neuen Geschäftsfeldern oder wachsender Innovationsdruck durch jüngere Wettbewerber. Auch nach gescheiterten internen Innovationsversuchen wird häufig gezielt externe Expertise aufgebaut. Auch der Verlust wichtiger Kunden an schnellere Wettbewerber beschleunigt die Entscheidung häufig zusätzlich.

Der Chief Innovation Officer trägt strategische Gesamtverantwortung auf Führungsebene und berichtet direkt an die Geschäftsführung, während ein Head of Innovation meist eine Ebene darunter operativ verantwortlich ist. In vielen mittelständischen Unternehmen verschmelzen beide Rollen aus Größengründen. In der Praxis trägt der Chief Innovation Officer zusätzlich Budgetverantwortung, die über eine reine Fachrolle hinausgeht.

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