CCO – Chief Communications Officer

CCO – Chief Communications Officer: Verantwortlich für Unternehmenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Familienunternehmen. Aufgaben und Anforderungen im Überblick.

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Chief Communications Officer im Familienunternehmen: Sprachrohr zwischen Inhaberfamilie und Öffentlichkeit

Kommunikation entscheidet zunehmend darüber, wie ein Familienunternehmen von Kunden, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Der Chief Communications Officer steuert diese Wahrnehmung und muss dabei die oft zurückhaltende Kommunikationskultur der Inhaberfamilie mit modernen Erwartungen an Transparenz verbinden. Hinzu kommt der Balanceakt zwischen klassischer Pressearbeit und den Erwartungen an Präsenz in sozialen Medien, wo Inhaberfamilien traditionell zurückhaltender auftreten als angestellte Geschäftsführer.

Anders als bei vielen anderen C-Level-Positionen steht diese Rolle im Familienunternehmen oft im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Zurückhaltung und der Notwendigkeit, öffentlich Stellung zu beziehen.

CCO auf einen Blick
  • Position: Chief Communications Officer (CCO)
  • Deutsche Bezeichnung: Kommunikationsvorstand
  • Berichtet an: CEO bzw. Geschäftsführung
  • Verantwortet: Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, interne Kommunikation, Krisenkommunikation
  • Führt: Kommunikationsteam, teils auch Marketing-Schnittstellen
  • Besonders im Familienunternehmen: Balance zwischen traditioneller Zurückhaltung der Inhaberfamilie und öffentlicher Transparenzerwartung

Herausforderungen bei der Besetzung eines Chief Communications Officer

Neben kommunikativem Handwerk verlangt die Besetzung eines Chief Communications Officer vor allem Vertrauen. Kandidatinnen und Kandidaten sprechen oft im Namen der Inhaberfamilie und müssen deren Tonfall treffen, ohne selbst Teil der Familie zu sein.

Zusätzlich erschwerend: In Krisensituationen zählt jedes Wort, und Fehler in der öffentlichen Kommunikation lassen sich kaum zurücknehmen. Diese Verantwortung schreckt manche Kandidatinnen und Kandidaten ab und verkleinert den ohnehin engen Bewerbermarkt zusätzlich. Diese Sensibilität lässt sich kaum trainieren, sondern nur durch einschlägige Erfahrung entwickeln.

Als spezialisierter Headhunter für Chief-Communications-Officer-Positionen sucht Headgate gezielt nach Persönlichkeiten mit kommunikativem Gespür und diplomatischem Fingerspitzengefühl.

Kernaufgaben und Verantwortungsbereiche eines Chief Communications Officer

Der Chief Communications Officer verantwortet die externe und interne Kommunikation, von der Pressearbeit über Krisenkommunikation bis zur Abstimmung mit dem CMO bei markenrelevanten Themen.

In Familienunternehmen kommt eine besondere Aufgabe hinzu: die Kommunikation von Generationswechseln oder Nachfolgeregelungen, die häufig sowohl intern als auch öffentlich sensibel begleitet werden müssen. Ebenso gehört die Vorbereitung der Inhaberfamilie auf mediale Anfragen zum festen Aufgabenbereich, gerade wenn öffentliche Aufmerksamkeit bislang eher vermieden wurde. Ergänzend gehört die Beratung der Geschäftsführung bei öffentlichen Auftritten und Interviews zum Alltag, damit Botschaften konsistent und im Ton der Marke bleiben. Die Pflege eines konsistenten Sprachbilds über alle Kanäle hinweg gehört ebenfalls zu den kontinuierlichen Aufgaben dieser Position.

Häufige Fragen zur Position CCO (Chief Communications Officer)

Der Chief Communications Officer verantwortet die gesamte Unternehmenskommunikation, von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit über die interne Kommunikation bis zur Krisenkommunikation. Er berät die Geschäftsführung bei öffentlichkeitswirksamen Entscheidungen. Bei kleineren Betrieben liegt diese Verantwortung meist bei der Marketingleitung, ohne eigene Kommunikationsabteilung. Zunehmend zählt zusätzlich die Steuerung der Social-Media-Präsenz der Geschäftsführung zum Aufgabenbereich.

Im Familienunternehmen ist Kommunikation oft persönlicher und stärker an die Inhaberfamilie gebunden als im Konzern, wo standardisierte Prozesse und größere Kommunikationsteams üblich sind. Auch der Umgang mit Medien unterscheidet sich deutlich in Tonfall und Häufigkeit. Zudem ist die Zahl direkter Wortmeldungen aus der Geschäftsführung im Familienunternehmen meist geringer, was jede einzelne öffentliche Aussage stärker gewichtet.

Typische Anlässe sind ein anstehender Generationswechsel, eine geplante Neupositionierung oder eine Krisensituation, die professionelle Kommunikation erfordert. Auch beim Wachstum über die Landesgrenzen hinaus wird häufig gezielt Kommunikationsexpertise aufgebaut. Auch der Ausbau der Arbeitgebermarke in Zeiten des Fachkräftemangels führt zunehmend zur gezielten Suche nach kommunikativer Führungskompetenz.

Der Chief Communications Officer trägt strategische Gesamtverantwortung für die Kommunikation und ist Teil der Führungsebene, während ein Pressesprecher meist operativ die Medienarbeit übernimmt. In kleineren Unternehmen verschmelzen beide Rollen häufig. In der Praxis übernimmt der Chief Communications Officer zusätzlich die strategische Beratung der Geschäftsführung, während der Pressesprecher meist ausführend tätig ist.

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