CRO – Chief Responsibility Officer

CRO – Chief Responsibility Officer: Verantwortlich für gesellschaftliches Engagement und verantwortungsvolle Unternehmensführung im Familienunternehmen. Aufgaben im Überblick.

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Chief Responsibility Officer im Familienunternehmen: Verantwortung über den eigenen Standort hinaus

Viele Familienunternehmen engagieren sich seit Generationen am eigenen Standort, sei es durch Ausbildungsplätze, Vereinssponsoring oder Unterstützung lokaler Einrichtungen, ohne dieses Engagement je strategisch zu bündeln. Der Chief Responsibility Officer bringt gesellschaftliches Engagement, Lieferkettenverantwortung und interne Wertefragen unter ein gemeinsames Dach. Kunden und Geschäftspartner erwarten inzwischen belastbare Aussagen dazu, wie ein Unternehmen mit Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette umgeht. Diese Erwartung trifft viele Familienunternehmen unvorbereitet, weil ihr Engagement bislang eher informell und ungeplant gewachsen ist.

Diese bündelnde Funktion unterscheidet den Chief Responsibility Officer von eng fachlich ausgerichteten C-Level-Positionen: Er verantwortet die Werthaltung des Unternehmens nach innen und außen, nicht ein einzelnes Fachgebiet.

CRO auf einen Blick
  • Position: Chief Responsibility Officer (CRO)
  • Deutsche Bezeichnung: Corporate-Responsibility-Verantwortlicher
  • Berichtet an: CEO bzw. Geschäftsführung, teils an den Beirat
  • Verantwortet: Gesellschaftliches Engagement, Lieferkettenverantwortung, unternehmensinterne Wertefragen
  • Führt: Responsibility-Team, teils mit Schnittstelle zu Einkauf und Kommunikation
  • Besonders im Familienunternehmen: Überführung gewachsenen, informellen Engagements in eine strukturierte, kommunizierbare Verantwortungsstrategie

Herausforderungen bei der Besetzung eines Chief Responsibility Officer

Kandidatinnen und Kandidaten für die Position des Chief Responsibility Officer müssen gesellschaftspolitisches Gespür mit betriebswirtschaftlichem Denken verbinden, was am Markt selten in dieser Kombination vorkommt. Reine Kommunikationsexperten bringen dieses betriebswirtschaftliche Denken selten mit. Diese Verbindung bleibt auf dem Markt eine Ausnahme.

Hinzu kommt, dass die Position in vielen Unternehmen neu geschaffen wird und sich erst gegenüber Einkauf, Kommunikation und mitunter der Inhaberfamilie positionieren muss. Diese Abstimmung gelingt nicht immer auf Anhieb reibungslos. Externe Bewerber unterschätzen diesen Abstimmungsaufwand regelmäßig.

Als spezialisierter Headhunter für Chief-Responsibility-Officer-Positionen identifiziert Headgate Verantwortungsträger, die gesellschaftliches Engagement mit unternehmerischem Denken verbinden.

Kernaufgaben und Verantwortungsbereiche eines Chief Responsibility Officer

Der Chief Responsibility Officer verantwortet den Aufbau einer strukturierten Engagement-Strategie, die Überwachung von Lieferkettenstandards und die Verankerung von Werten in internen Richtlinien. Dazu gehört auch die regelmäßige Berichterstattung über erreichte Verantwortungsziele gegenüber Geschäftsführung und Beirat.

Eng abgestimmt wird die Rolle meist mit dem CSO-Sustainability: Während der Chief Responsibility Officer gesellschaftliches Engagement und Wertefragen verantwortet, konzentriert sich der Chief Sustainability Officer stärker auf ökologische Kennzahlen und Klimaziele. Regelmäßige Gespräche mit lokalen Institutionen gehören ebenfalls zum festen Aufgabenrhythmus dieser Position. Zusätzlich verantwortet der Chief Responsibility Officer häufig die Ausarbeitung eines unternehmensweiten Verhaltenskodex. Auch die Auswahl geeigneter Partnerorganisationen vor Ort zählt dazu.

Häufige Fragen zur Position CRO (Chief Responsibility Officer)

Der Chief Responsibility Officer verantwortet gesellschaftliches Engagement, Lieferkettenverantwortung und die Verankerung von Werten in internen Richtlinien. Er bündelt Aktivitäten, die zuvor verteilt zwischen Kommunikation, Einkauf und Geschäftsführung lagen. Ohne eigenständige Rolle liegt diese Aufgabe meist zusätzlich bei der Geschäftsführung. Häufig zählt zudem die Ausarbeitung eines unternehmensweiten Verhaltenskodex zum Aufgabenbereich.

Im Familienunternehmen ist gesellschaftliches Engagement häufig eng mit der Inhaberfamilie und dem regionalen Standort verbunden, was persönliche Sensibilität erfordert. Im Konzern lässt sich Verantwortung meist stärker standardisiert über zentrale Richtlinien steuern, ohne familiäre Bindungen. Diese persönliche Komponente verlangt im Mittelstand mehr Fingerspitzengefühl als im Konzernumfeld. Auch die Berichtspflichten unterscheiden sich hier häufig deutlich.

Typische Anlässe sind wachsende Anforderungen großer Kunden an Lieferkettenverantwortung, ein anstehender Generationswechsel mit neuen Wertevorstellungen oder der Wunsch, gewachsenes Engagement strategisch sichtbar zu machen. Auch nach öffentlicher Kritik an einzelnen Geschäftspraktiken wird diese Position häufig gezielt aufgebaut. Eine bevorstehende Zertifizierung macht eine gezielte Suche nach dieser Position ebenfalls häufig notwendig.

Der Chief Responsibility Officer trägt strategische Verantwortung für Werte und Engagement auf Führungsebene, während ein CSR-Manager meist operativ einzelne Projekte und Berichte umsetzt. Beide Rollen ergänzen sich in der Praxis, decken aber unterschiedliche Verantwortungsebenen ab. In der Praxis trägt der Chief Responsibility Officer zusätzlich Verantwortung für die strategische Ausrichtung, die über einzelne Projekte hinausgeht.

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