CRO – Chief Revenue Officer

CRO – Chief Revenue Officer: Verantwortlich für durchgängige Umsatzsteuerung über Vertrieb und Marketing hinweg im Familienunternehmen. Aufgaben im Überblick.

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Chief Revenue Officer im Familienunternehmen: Umsatzverantwortung über Abteilungsgrenzen hinweg

Der Chief Revenue Officer bündelt Verantwortung, die sonst zwischen Vertrieb, Marketing und Kundenservice aufgeteilt ist, unter einem gemeinsamen Umsatzziel. Im Familienunternehmen ist diese Bündelung oft neu und trifft auf historisch getrennt gewachsene Abteilungsstrukturen. Hinzu kommt die Aufgabe, unterschiedliche Anreizsysteme in Vertrieb, Marketing und Kundenservice auf ein gemeinsames Umsatzziel auszurichten, ohne dass einzelne Bereiche das Gefühl bekommen, ihre eigene Erfolgsmessung zu verlieren.

Diese abteilungsübergreifende Perspektive unterscheidet den CRO von klassischeren C-Level-Positionen: Er verantwortet nicht eine Funktion, sondern das gemeinsame Ergebnis mehrerer Funktionen.

CRO auf einen Blick
  • Position: Chief Revenue Officer (CRO)
  • Deutsche Bezeichnung: Revenue-Vorstand
  • Berichtet an: CEO bzw. Geschäftsführung
  • Verantwortet: Durchgängige Umsatzsteuerung über Vertrieb, Marketing und Kundenservice
  • Führt: Vertriebs-, teils Marketing- und Kundenserviceteams
  • Besonders im Familienunternehmen: Zusammenführung historisch getrennt gewachsener Abteilungen unter einer gemeinsamen Umsatzverantwortung

Herausforderungen bei der Besetzung eines Chief Revenue Officer

Mehrere Funktionsbereiche gleichzeitig zu führen, die bislang unabhängig voneinander arbeiteten, macht die Besetzung eines Chief Revenue Officer anspruchsvoll. Interne Widerstände gegen diese Bündelung sind keine Seltenheit.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Rolle in Deutschland noch vergleichsweise neu ist und der Kandidatenmarkt entsprechend klein ausfällt. Viele Profile bringen zwar Vertriebs-, aber selten auch ausreichend Marketingerfahrung für diese Doppelrolle mit. Diese Doppelqualifikation lässt sich am Lebenslauf allein kaum verlässlich ablesen.

Als spezialisierter Headhunter für Chief-Revenue-Officer-Positionen sucht Headgate gezielt nach Persönlichkeiten mit abteilungsübergreifendem Denken und Umsatzverantwortung.

Kernaufgaben und Verantwortungsbereiche eines Chief Revenue Officer

Der Chief Revenue Officer verantwortet die durchgängige Umsatzsteuerung, von der Lead-Generierung bis zum Vertragsabschluss und zur Kundenbindung. Besonders in Finance und Handel setzt sich dieses bereichsübergreifende Umsatzdenken zunehmend durch.

Eng abgestimmt wird die Rolle meist mit dem CFO: Während der Chief Revenue Officer für Wachstum sorgt, sichert der CFO die finanzielle Tragfähigkeit der zugrundeliegenden Investitionen ab. Zusätzlich verantwortet der Chief Revenue Officer häufig ein durchgängiges Umsatz-Reporting, das der Geschäftsführung eine einheitliche Sicht auf alle umsatzrelevanten Kennzahlen verschafft. Auch die Steuerung gemeinsamer Vertriebs- und Marketingkampagnen gehört zum festen Bestandteil der täglichen Arbeit dieser Position. Regelmäßige Pipeline-Reviews mit allen beteiligten Abteilungen gehören ebenfalls zum festen Rhythmus dieser Position.

Häufige Fragen zur Position CRO (Chief Revenue Officer)

Der Chief Revenue Officer verantwortet die durchgängige Umsatzsteuerung eines Unternehmens über Vertrieb, Marketing und Kundenservice hinweg. Er sorgt dafür, dass diese Bereiche auf ein gemeinsames Wachstumsziel hinarbeiten. Fehlt eine eigene Position, bleibt diese Bündelung meist informell zwischen den beteiligten Abteilungen verteilt. Hinzu kommt zunehmend die Verantwortung für ein einheitliches Umsatz-Reporting, das vorher auf mehrere Abteilungen verteilt war.

Im Familienunternehmen ist die Bündelung von Vertrieb, Marketing und Kundenservice unter einer Person oft neuer und stößt auf historisch getrennte Abteilungsstrukturen. Im Konzern ist die Rolle des Chief Revenue Officer bereits etablierter und besser in bestehende Prozesse integriert. Zudem sind die betroffenen Abteilungen im Familienunternehmen oft historisch unabhängig gewachsen, was die Bündelung unter einer Person erschwert.

Typische Anlässe sind mangelnde Abstimmung zwischen Vertrieb und Marketing, stagnierendes Umsatzwachstum trotz guter Produkte oder der Wunsch nach einer einheitlichen Wachstumsverantwortung. Auch beim Aufbau neuer Vertriebskanäle wird häufig gezielt ein Chief Revenue Officer gesucht. Auch der Aufbau neuer digitaler Vertriebskanäle neben dem klassischen Direktvertrieb führt regelmäßig zur gezielten Suche nach dieser Position.

Der Chief Revenue Officer verantwortet mehrere umsatzrelevante Funktionen gemeinsam, während ein Vertriebsleiter sich meist ausschließlich auf den Vertrieb konzentriert. Die Rolle des Chief Revenue Officer ist damit breiter und stärker auf das Gesamtergebnis ausgerichtet. In der Praxis trägt der Chief Revenue Officer zusätzlich Verantwortung für Marketing und Kundenservice, was über die reine Vertriebsleitung hinausgeht.

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