Richtiges Networking kann Gold wert sein

“Vitamin B“ öffnet bestenfalls Türen, treibt Ihre Karriere voran und bringt Ihnen ganz neue Möglichkeiten ein. Gerade Berufseinsteiger sollten Networking nutzen, doch auch erfahrenere Arbeitnehmer profitieren enorm. Einzelkämpfer haben es nämlich eher schwer – online wie offline. Denn Jobs oder Aufträge werden nicht nur aufgrund von Noten und Fachkompetenzen, sondern so manches Mal nur mit den richtigen Beziehungen vergeben. Und: Netzwerken kann man lernen – mit ein paar Kniffen, dem nötigen Gespür und unseren Tipps werden Sie zum Networking-Profi.

Aufbau eines Netzwerks: Der Mix macht’s

Grundsätzlich gilt: Ihr Netzwerk muss stehen, bevor Sie es brauchen. Schon früh sollten Sie daher Ihr Networking vorantreiben und dabei auch bedenken, wer dazugehören sollte. Die Personen können durchaus unterschiedliche Funktionen erfüllen: Ein Kontakt ist vielleicht Grafik-Experte, ein anderer kennt wichtige Leute aus dem Online-Marketing, eine Dritte hat langjährige Erfahrung als Programmiererin. Ein ordentlicher Mix aus Gleichgesinnten und erfahrenen „alten Hasen“ ist der beste Weg. Mit Menschen, die ähnliche Ziele wie Sie verfolgen, können Sie offen über Arbeitgeber, Gehälter und Chancen sprechen. Diejenigen Kontakte, die auf Ihrem Gebiet bereits erfolgreich sind, können Sie sich als Vorbild nehmen und von deren Insiderwissen profitieren. Und noch etwas gilt es zu beachten: Ein Netzwerk ist nur so viel wert wie seine Mitglieder. Klasse statt Masse lautet das Motto!

Gewusst wie: Unsere Tipps für erfolgreiches Networking

Eine unausgesprochene Regel des Netzwerkens lautet, keine Gegenleistung zu erwarten. Gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und nur an den eigenen Vorteil zu denken, ist nicht bloß taktlos, sondern versperrt Ihnen womöglich den Weg nach vorn. Beim Networking zählt nicht, wie viele Visitenkarten Sie verteilen und schon gar nicht, dass Sie etwas verkaufen. Vielmehr geht es darum, sich mit interessanten Menschen auszutauschen, Beziehungen aufzubauen und sich gegenseitig zu helfen. Die beste Strategie, um sich interessant zu machen und positiv in Erinnerung zu bleiben: Seien Sie hilfsbereit und menschlich. Betrachten Sie Ihre Kontakte nicht als bloßes Kapital. Bleiben Sie freundlich und authentisch, gehen Sie offen mit Ihren Ideen um, treffen Sie verlässliche Zusagen und zeigen Sie wahrhaftes Interesse an Ihrem Gesprächspartner – dann werden Sie von Ihrem Gegenüber auch als lohnender Kontakt wahrgenommen.

Wo kann man am besten Netzwerken?

Heutzutage findet ein großer Teil des Networkings online statt, denn hier lassen sich viel mehr Menschen erreichen und die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme ist niedriger. Das Internet kann aber immer nur der Einstieg in eine wirklich wertvolle Zusammenarbeit sein und daher sollten Sie auch bei Online-Bekanntschaften das Ziel verfolgen, sich schließlich persönlich zu treffen. Diese Kanäle eignen sich unserer Erfahrung nach besonders gut dafür, Ihr Netzwerk zu erweitern und Kontakte zu vertiefen:

  • Mastermind-Gruppen: Finden Sie Gleichgesinnte und gründen Sie eine sogenannte Mastermind-Gruppe. Diese bestehen aus etwa 3-6 Personen, die sich regelmäßig offen austauschen, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Gegenseitige Unterstützung wird dabei großgeschrieben. Das kann auf einem Treffen, aber auch via Skype o.ä. geschehen.
  • Netzwerke: In diesen speziellen Communitys geht es darum, Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenzubringen. Der Bund der Familienunternehmer etwa organisiert viele verschiedene Veranstaltungen, im Rotary Club werden Vertreter der Geschäftswelt zusammengeführt. Ein perfekter Ort zum Networking.
  • Konferenzen: Branchenspezifische Veranstaltungen wie der BVL Kongress für Logistik oder die Metallverarbeitungsmesse EMO sind ideal, um Bekanntschaften zu machen, gewisse Kontakte persönlich zu treffen und sich tiefergehend zu unterhalten.
  • Workshops, Vorträge und Treffen vor Ort schaffen die perfekte Plattform, um Networking zu betreiben.
  • Twitter: Kaum sonst wo lassen sich auch vermeintlich unerreichbare Kontakte herstellen wie hier. Folgen Sie Ihren Vorbildern, teilen Sie interessante Inhalte und erwähnen Sie die Autoren.
  • Facebook: Gerade in speziellen Gruppen (etwa bei den „Digitalen Nomaden“) haben Sie die Chance, gezielt zu netzwerken. Hier werden vielleicht genau Sie und Ihre Kompetenzen gesucht.
  • Business-Netzwerke: Plattformen wie Xing oder LinkedIn wurden extra zum Zweck des Networkings entwickelt. Hier lohnt es sich jedoch nicht, sich rein aufs „Stöbern“ zu konzentrieren – Sie sollten auf jeden Fall auch Ihre eigenen Daten pflegen und ein aktuelles Bild samt Lebenslauf hochladen.

Ruhen Sie sich nicht auf Ihren Lorbeeren aus!

Zu guter Letzt: Haben Sie erst einmal ein Netzwerk aufgebaut, sollten Sie sich bloß nicht darauf ausruhen. Jetzt heißt es, die Kontakte zu pflegen – sonst bleiben sie nur leere Namen und Adressen, an die Sie sich nicht mehr erinnern können. Um besonders interessante Menschen nicht zu vergessen, können Sie sich direkt nach dem Austausch der Visitenkarten Notizen machen. Das hilft Ihnen auch dabei, Ihre Kontakte zu kategorisieren: Wer war besonders wichtig und kann Ihnen dabei helfen, Ihre Ziele zu erreichen? Hier lohnen sich regelmäßige persönliche Treffen oder Mails. Bei vielen anderen reicht es, sich gelegentlich gegenseitige Updates zu geben.

Auch wenn – gerade für Schüchterne – aller Anfang schwer ist: Networking lohnt sich! Es macht jede Menge Spaß, bringt Sie beruflich weiter und beschert Ihnen am Ende des Tages vielleicht noch Ihren Traumjob.